Der Fleckviehzuchtverband Innviertel-Hausruck zieht nach einem herausfordernden Jahr eine positive Bilanz, trotz zahlreicher Schwierigkeiten durch Seuchengefahren und unerwartete Marktentwicklungen.
RIED. Obmann Johann Hosner betonte bei der Generalversammlung aktuelle Projekte wie den Bau einer neuen Maschinenhalle am Landesgut Otterbach, der mit Unterstützung des Landes OÖ realisiert wurde. Ein zentrales Thema für die kommenden Jahre wird der Umbau sowie die Erweiterung der Besamungsstation Hohenzell sein, bei dem künftig alle Stiere durch Boxenhaltung gegen Infektionen geschützt werden sollen. Darüber berichtet Welt Stimme.
17.000 Rinder vermarktet
Die Umsatzentwicklung des Verbands zeigt positive Züge, trotz der deutlich rückläufigen Zuchtrindervermarktung, während die Umsätze bei Kälbern angestiegen sind. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 147.206,78 Euro. Geschäftsführer Josef Miesenberger hob die Preissteigerungen bei Kälbern sowie Schlacht- und Zuchtrindern hervor. Der Wert der über den FIH vermarkteten Tiere lag im Vorjahr bei nahezu 19 Millionen Euro, mit etwa 17.000 verkauften Rindern. Darüber hinaus wurden rund 22.000 Schlachtrinder aus der Region über die Rinderbörse verkauft.
Einen interessanten Beitrag leistete Gastreferent Nikolaus Hanowski. Der ESA-Experte (European Space Agency) informierte über das Satellitenprogramm Europas und zeigte Bilder aus dem All. Anhand praktischer Beispiele erläuterte Hanowski die Relevanz der ESA für die Landwirtschaft in den Bereichen Wettervorhersagen, Ernteprognosen und Traktor-Lenksystemen. Die Herausforderung liegt nun darin, diese öffentlich zugänglichen Daten nützlich zu machen.
Anton-Pohl-Preis für „Vroni“ aus Waizenkirchen
Im Rahmen der Generalversammlung fanden außerdem zahlreiche Ehrungen statt, die die Erfolge der Zuchtrinderausstellung im Rahmen der Rieder Messe sowie die mehr als 100 neuen Kühe mit über 100.000 Litern Milch in den Fokus rückten. FIH-Obmann Johann Hosner und Fleckvieh Austria-Chef Sebastian Auernig gratulierten den Gewinnern der Auswertung zum „Züchter des Jahres“. Die Plätze zwei bis fünf wurden von FIH-Züchtern belegt. Margit und Erwin Rabeder aus Waizenkirchen wurden mit dem begehrten Anton-Pohl-Preis für ihre Kuh „Vroni“ ausgezeichnet.


