Der Möbelriese JYSK feiert sein 25-jähriges Bestehen in Österreich. Im Jubiläumsjahr verzeichnet das Unternehmen ein Wachstum entgegen dem Markttrend. Woran das liegt, wo man noch Potenzial sieht und welche Schritte in Zukunft geplant sind. Darüber berichtet Welt Stimme.
ÖSTERREICH. Was im Jahr 2000 mit einer kleinen Filiale in Vöcklabruck begann, ist heute ein Erfolgsmodell mit 91 Stores im ganzen Land. Der Einrichtungsriese JYSK feiert sein 25-jähriges Bestehen in Österreich. Damals noch unter dem Namen „Dänisches Bettenlager“ bekannt, markierte die Vöcklabrucker Filiale den Startschuss für die internationale Expansion von Deutschland aus.
Nur fünf Jahre später wurde bereits die Eröffnung der 50. Filiale gefeiert. 2020 erfolgte schließlich die Zusammenführung der dänischen und deutschen Organisation. Seitdem firmieren alle Standorte unter dem gemeinsamen Namen JYSK. Um die Marke zu stärken, wurde ein modernes Konzept umgesetzt, das über Betten und Matratzen hinaus Einrichtungsgegenstände aller Art umfasst.
Mitarbeitende im Mittelpunkt
Heute zählt JYSK jährlich 2,9 Millionen Kundinnen und Kunden und hat mehr als 700 Mitarbeitende. Auf den Frauenanteil ist man besonders stolz, wie Sándor Szimeiszter, Country Manager von JYSK Österreich, unterstreicht. Dieser liegt bei 82 Prozent und ist die höchste Quote im Konzern. Vier Mitarbeiterinnen sind bereits seit der ersten Stunde im Betrieb. JYSK investiert kontinuierlich in die Gesundheit und Weiterbildung der Mitarbeitenden, unter anderem in Kooperation mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Kürzlich erhielt JYSK für sein Engagement und die hohe Mitarbeiter-Zufriedenheit die „Top Employer“-Auszeichnung.
Wachstum trotz Krise
Entgegen dem aktuellen Markttrend verzeichnet der Möbelhändler im Geschäftsjahr 2024/25 (endete im August, Anm.) ein deutliches Wachstum. „Wir konnten unseren Umsatz erneut steigern und dabei Marktanteile gewinnen – und das bei einem deutlich negativen Branchentrend“, freut sich Szimeiszter. Die höchsten Umsätze wurden in den Kategorien Möbel (20,2 Prozent), Matratzen (18,9 Prozent) und Garten (16,1 Prozent) erzielt.
Die Anzahl der Kundinnen und Kunden stieg um 11,5 Prozent auf rund 2,9 Millionen. Laut Szimeiszter sind die Gründe dafür die „konsequente Kundennähe“, klare Sortimentsführung und moderne, digitale Lösungen beim Einkaufserlebnis. Direktlieferungen sowie ein Abholservice (click-and-collect) vereinfachen das Shopping.
Entspannung im eigenen Zuhause
Bis 2027 plant JYSK, das Filialnetz auf 108 Stores zu erweitern und bestehende Standorte zu modernisieren. Trotz angespannter Marktlage zeigt eine von JYSK in Auftrag gegebene Studie, dass 98 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Wert auf Entspannung in den eigenen vier Wänden legen.
61 Prozent der Umfrageteilnehmer haben sich einen festen Rückzugsort eingerichtet, meist im Wohnzimmer, wobei jüngere Personen eher zum Schlafzimmer tendieren. 68 Prozent entspannen lieber alleine, während nur 12 Prozent Gesellschaft bevorzugen. Drei Viertel der Bevölkerung empfinden die eigenen vier Wände als den idealen Ort zum Entspannen. Die beliebtesten Möbel dafür sind das Sofa (91 Prozent) und das Bett (87 Prozent), was für JYSK klare Indikatoren für ein Marktpotenzial ist, das noch nicht voll ausgeschöpft ist.


