Neue LKW-Maut im Burgenland: Gemeinden in Oberpullendorf fordern entsprechende Maßnahmen

August 26, 2026 11:13
Neue LKW-Maut im Burgenland: Gemeinden in Oberpullendorf fordern entsprechende Maßnahmen

Diskussion um Lkw-Benutzungsgebühr im Mittelburgenland

Die Einführung einer Benutzungsgebühr für schwere Fahrzeuge auf bestimmten Landesstraßen im Mittelburgenland, geplant für den 1. Januar 2027, sorgt weiterhin für Diskussionen. Der Entwurf sieht vor, dass Fahrzeuge über 3,5 Tonnen auf bestimmten Strecken, darunter die B61a, Gebühren zahlen müssen. Gespräche mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und anderen Beteiligten sind in den kommenden Wochen vorgesehen.

Besonderes Augenmerk gilt den Auswirkungen der Maut auf lokale Unternehmen und Gemeinden. Der Fokus liegt darauf, wie zusätzlicher Schwerverkehr durch Ortschaften vermieden werden kann. Im Bezirk Oberpullendorf ist die Situation auf der B62 von hoher Bedeutung. Horitschon und angrenzende Gemeinden haben Maßnahmen gegen den ansteigenden Lkw-Verkehr auf dieser Strecke gefordert.

Bürgermeister Gerhard Petschowitsch führte diesbezüglich Gespräche mit dem Büro des Verkehrslandesrats und dem Landeshauptmann. Es wurde vereinbart, dass auch der Straßenabschnitt durch Horitschon und Unterpetersdorf in die Mautregelung einbezogen wird. Ziel ist es, eine Verlagerung des Schwerverkehrs auf mautfreie Alternativstrecken zu verhindern.

Die ÖVP Oberpullendorf äußerte Bedenken über mögliche zusätzliche Kosten für heimische Betriebe. Parteichef Niki Berlakovich und Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas wiesen darauf hin, dass nicht nur ausländische Transitunternehmen, sondern auch lokale Firmen aus Branchen wie Bau, Handel und Tischlerei betroffen sein könnten.

Einordnung

Die geplante Mautregelung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Verkehr im Mittelburgenland haben. Die genaue Ausgestaltung der Regelung wird entscheidend sein, um die Verkehrsbelastung in den betroffenen Gemeinden zu steuern und die Belange lokaler Unternehmen zu berücksichtigen.

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