Perlinger Gemüse erreicht über 50 Prozent Energieautarkie mit neuer Photovoltaikanlage in Wallern

März 5, 2026 07:49
Perlinger Gemüse erreicht über 50 Prozent Energieautarkie mit neuer Photovoltaikanlage in Wallern

Perlinger Gemüse investiert in eine Photovoltaikanlage und setzt gemeinsam mit Burgenland Energie ein starkes Zeichen für Energieunabhängigkeit und nachhaltige Produktion. Am Standort in Wallern im Burgenland entstand eine der größten Dachflächen-PV-Anlagen des Landes, die künftig mehr als 50 Prozent des Energiebedarfs mit regionalem Sonnenstrom abdeckt. Darüber berichtet Welt Stimme.

Photovoltaikanlage in Wallern

WALLERN. Perlinger Gemüse und Burgenland Energie treiben die regionale Energiewende mit einem großflächigen Dachflächen-Photovoltaikprojekt entscheidend voran. Am Unternehmensstandort in Wallern im Burgenland wurde eine der größten Dachflächen-PV-Anlagen des Bundeslandes errichtet. Dieses Leuchtturmprojekt steht für nachhaltiges Wirtschaften, regionale Wertschöpfung und eine zukunftsorientierte Energiepolitik im Burgenland.

Eigenstromversorgung über 50 Prozent

Die neue Photovoltaikanlage umfasst über 5.000 Module auf dem Dach der Produktionshalle und produziert jährlich rund 2,2 Millionen Kilowattstunden Strom. Perlinger Gemüse kann dadurch mehr als 50 Prozent des eigenen Energiebedarfs direkt vor Ort decken, wodurch die Produktion überwiegend mit regional erzeugtem Sonnenstrom versorgt wird. Dies bringt dem Unternehmen planbare Energiekosten, höhere Resilienz gegenüber Marktpreisschwankungen und eine deutlich gestärkte Versorgungssicherheit. Gleichzeitig wird die CO2-Bilanz verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit durch klimafreundliche Produktion gesteigert.

Vorstoß zur Energieautarkie

Landesrat Leonhard Schneemann verwies auf aktuelle geopolitische Entwicklungen und betonte: „Die letzten Tage und der Krieg im Nahen Osten haben uns gerade wieder gezeigt, wie verwundbar eine Gesellschaft ist, die von Energiequellen abhängig ist, die sich nicht selbst kontrollieren kann. Unser burgenländisches Ziel ist es deshalb ganz klar: energieunabhängige Betriebe in einem energieunabhängigen Burgenland.“ Er hob hervor, dass regionale Unternehmen aktiv Verantwortung übernehmen und die Energiepolitik des Landes mittragen.

Strategischer Entwicklungsschritt für Perlinger Gemüse

Der Geschäftsführer Werner Perlinger erklärt: „Stillstand ist Rückschritt. Das ist seit Jahrzehnten unser Firmenmotto. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit Burgenland Energie entschieden, eine der größten Dachflächen-PV-Anlagen des Burgenlands zu errichten.“ Diese Entscheidung sei sowohl ökologisch als auch unternehmerisch motiviert, da Energieunabhängigkeit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sichert und das Unternehmen weniger anfällig für internationale Energiekrisen macht.

Energieunabhängigkeit als Antwort auf Energiekrisen

CEO von Burgenland Energie, Stephan Sharma, unterstrich die strategische Bedeutung des Projekts und stellte fest: „Es gibt nur eine Antwort auf die Energiekriege: Energieunabhängigkeit. Über 5.000 Photovoltaik-Module auf dem Dach der Produktionshalle mit einer Stromerzeugung von 2,2 Millionen Kilowattstunden machen Österreichs größten Gemüseproduzenten zu über 50 Prozent energieunabhängig.“ Er betonte auch die regionalen Wertschöpfungseffekte, die von Planung über Installation bis hin zur Wartung der heimischen Wirtschaft zugutekommen.

Nachhaltigkeit als zentraler Standortfaktor

Das von Burgenland Energie angebotene „all-inklusive Sorglospaket Energieunabhängig“ ermöglicht es Betrieben, eigene erneuerbare Energieproduktion aufzubauen. Sharma formulierte: „Grüner heimischer Strom für grünes heimisches Gemüse.“ Bürgermeister Ernst Oroszlan betonte die Verantwortlichkeit des Projekts für die Gemeinde und erklärte: „Dieses Projekt steht für verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik. Nachhaltig, stabil und mit klarem Mehrwert für Betriebe, Gemeinden und die gesamte Region.“

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