Österreichische Arbeitslosigkeit im 2. Quartal 2025 um 12,4 Prozent gestiegen
Im 2. Quartal 2025 ist die Arbeitslosigkeit in Österreich im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent gestiegen, während gleichzeitig die Zahl der Erwerbstätigen leicht zugenommen hat – vor allem durch mehr Vollzeit- und weniger Teilzeitbeschäftigung. Besonders auffällig ist der Anstieg der Erwerbsbeteiligung älterer Menschen, was unter anderem auf die schrittweise Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen zurückzuführen ist. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der österreichische Arbeitsmarkt zeigt sich im 2. Quartal 2025 in Bewegung: Laut aktueller Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung von Statistik Austria ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,4 Prozent gestiegen. Insgesamt waren 261.100 Personen auf Arbeitssuche – das sind 28.800 mehr als im Vorjahresquartal.
„Der österreichische Arbeitsmarkt ist in Bewegung“, sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Trotz der gestiegenen Arbeitslosenzahlen verzeichnete Österreich einen leichten Zuwachs bei der Erwerbstätigkeit: Die Zahl der Erwerbstätigen ab 15 Jahren stieg um 12.900 auf insgesamt 4.499.700. Auffällig ist dabei die Verschiebung zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung: Während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um 51.300 zunahm, sank die der Teilzeitbeschäftigten um 38.400. Besonders bei Frauen war ein Rückgang der Teilzeitquote zu beobachten – sie fiel im Jahresvergleich um 1,9 Prozentpunkte auf 49,7 Prozent.
Insgesamt lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten im 2. Quartal 2025 bei 30,9 Prozent, ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Dieser Trend setzte sich bereits im 1. Quartal fort und betrifft nahezu alle Altersgruppen – am stärksten jedoch ältere Frauen.
Ältere bleiben länger im Erwerbsleben
Ein markanter Anstieg zeigt sich bei der Erwerbstätigkeit älterer Personen: Die Erwerbsquote der 55- bis 64-Jährigen stieg auf 61 Prozent, ein Zuwachs von 2,2 Prozentpunkten im Jahresvergleich. Besonders stark ist der Anstieg bei Frauen zwischen 60 und 64 Jahren – ihre Erwerbsbeteiligung erhöhte sich um 7,2 Prozentpunkte auf 31,4 Prozent. Eine zentrale Ursache dafür ist die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen seit Anfang 2024. Bei Männern dieser Altersgruppe fiel der Anstieg mit plus zwei Prozentpunkten auf 50,3 Prozent deutlich geringer aus.
Jugendarbeitslosigkeit überdurchschnittlich gestiegen
Die Arbeitslosenquote – nach internationaler Definition – stieg im 2. Quartal 2025 um 0,6 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Besonders stark betroffen sind junge Menschen: Die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen stieg um 2,3 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent. Auch nach Geschlecht zeigen sich Unterschiede: Bei Frauen stieg die Quote um 0,7 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent, bei Männern um 0,5 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent.


