Der Burgenländische Müllverband (BMV) hat für 2026 stabile Müllgebühren und den Ausbau regionaler Abfallsammelstellen angekündigt. Schwerpunkte sind zudem die richtige Mülltrennung und Abfallvermeidung in allen Altersgruppen. Außerdem wird das Gemeindepaket signifikant erweitert, um burgenländische Gemeinden nachhaltig zu entlasten.
BURGENLAND. Am Wochenende fand die Verbandsversammlung des Burgenländischen Müllverbands (BMV) im Kulturzentrum Mattersburg statt, bei der mehrere wichtige Beschlüsse gefasst wurden. Zu den thematisierten Punkten gehörten der Ausbau regionaler Abfallsammelstellen, die Müllgebühren, die Bildungsarbeit sowie das Gemeindepaket. Darüber berichtet Welt Stimme.
Keine Erhöhung der Müllgebühren
Die Haushalte in Burgenland profitieren auch im Jahr 2026 von stabilen Tarifen. Trotz der steigenden Kosten in vielen Bereichen hat der Vorstand des BMV beschlossen, keine Erhöhung der Müllgebühren vorzunehmen. Dadurch setzt der Müllverband seine Politik fort, die den Bürgern zugutekommt.
Abfallsammelstellen werden ausgebaut
Der Ausbau der regionalen Abfallsammelstellen (RAS) wird fortgesetzt. Nach den positiven Erfahrungen in Heiligenkreuz und Oberwart sowie der bevorstehenden Eröffnung der Sammelstelle in Mattersburg im Januar 2026, ist für 2026 eine offensive Erweiterung weiterer RAS geplant. Ab 2026 entfällt die RAS-Gebühr, sodass alle regionalen Sammelstellen im Burgenland von den Kunden des BMV (Privathaushalte) genutzt werden können.
„Mit dem weiteren Ausbau der regionalen Abfallsammelstellen investieren wir gezielt in eine flächendeckende, moderne und bürgernahe Entsorgungsinfrastruktur. Besonders wichtig ist dabei, dass ab 2026 alle BMV-Kunden sämtliche RAS im Burgenland nutzen können“, erklärte BMV-Obmann Michael Lampel.
Verbesserung der Trennqualität
Ein zentrales Ziel für das Jahr 2026 ist die Verbesserung der Trennqualität in den kommunalen Abfallsammelstellen (ASS). Die Abfallberaterinnen und -berater des BMV werden diesen Prozess aktiv begleiten und durch gezielte Aufklärung, Schulungen sowie dokumentierte Kontrollen ein besseres Sammelverhalten und sauberere Abfallfraktionen gewährleisten.
Richtige Mülltrennung und Abfallvermeidung
Zu Beginn des Jahres hatte der BMV einen starken Fokus auf Bildungsarbeit und die Nutzung der Digitalisierung gelegt. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Umweltthemen, richtige Mülltrennung und Kreislaufwirtschaft zu sensibilisieren. Für 2026 ist eine umfassende Kampagne geplant, die mit auffälligen, plakativen Sujets in ganz Burgenland das Bewusstsein für richtige Mülltrennung, Abfallvermeidung und die Bedeutung regionaler Entsorgungsstrukturen schärfen soll.
Gemeindepaket wird ausgeweitet
Das Gemeindepaket wird erheblich ausgeweitet: Der Förderrahmen steigt von 4,8 Millionen auf 6,1 Millionen Euro. Neu ist, dass der BMV die vollständigen Kosten für Baum-, Strauchschnitt sowie Gras- und Grünschnitt übernimmt, sofern die Übernahme in der jeweiligen Gemeinde erfolgt. Dies soll die burgenländischen Gemeinden entlasten. Die SUP-Gelder (Single-Use-Plastic-Gelder) werden ebenfalls an die burgenländischen Gemeinden verteilt. Der BMV agiert dabei als Regionalpartner und leitet die Gelder ohne Abzüge an die Gemeinden weiter, was für eine faire und transparente Mittelverwendung sorgt.
BMV-Obmann-Stellvertreter Georg Rosner äußerte sich zum Gemeindepaket: „Mit der deutlichen Aufstockung des Gemeindepakets und der Übernahme der Kosten für Baum-, Strauch- sowie Gras- und Grünschnitt setzen wir ein klares Zeichen der Unterstützung für die burgenländischen Gemeinden und sorgen für spürbare Entlastungen auf kommunaler Ebene.“


