Interesse an Schloss Neugebäude: Stadt Wien sucht neuen Pächter bis Juli 2026

März 4, 2026 23:48
Interesse an Schloss Neugebäude: Stadt Wien sucht neuen Pächter bis Juli 2026

Die Stadt Wien hat nach einer ersten „unverbindlichen Markterkundung“ für das Schloss Neugebäude bekannt gegeben, dass das Interesse an der Nutzung der historischen Gemäuer groß ist. Aktuell läuft das offizielle Vergabeverfahren mit dem Ziel, bis Juli 2026 einen neuen Pächter zu finden. Die Dokumente aus dem Vergabeverfahren geben bereits klare Hinweise auf den Spielraum, den die Stadt den Bewerbern gewährt. Darüber berichtet Welt Stimme.

WIEN/SIMMERING. Am Mittwoch, den 4. März, wurde die „unverbindliche Markterkundung“ für das Schloss Neugebäude durch die Stadt Wien und deren MA 34 – Gebäudemanagement abgeschlossen. Interessierte Organisationen können ihre Erstangebote bis Ende März einreichen, da die Besichtigungen des Geländes bereits größtenteils erfolgt sind.

Laut Informationen der MA 34, die für die Vergabe zuständig ist, haben sich knapp 20 Bewerberinnen und Bewerber für die Nutzung des Schlosses gemeldet. Die Stadt hat nun das eigentliche Vergabeverfahren eingeläutet, um ein „Benützungsabkommen“ für das Schloss Neugebäude abzuschließen.

Vertrag bis 2031

In den Ausschreibungsunterlagen finden sich allgemeine Informationen über Verfahrensregeln sowie Formblätter, jedoch gibt es auch einen aktualisierten Zeitplan für die Vertragsunterzeichnung. Nach den Erstangeboten im April sind erste Verhandlungen geplant, während im Mai und Juni die „Letztangebote“ eingehen sollen. Ein Vertragsabschluss wird von der Stadt für Juli 2026 erwartet.

Ein erster Entwurf des Benützungsübereinkommens liegt bereits vor, allerdings wurden der zukünftige Pächter sowie das Benützungsentgelt aus verständlichen Gründen noch nicht benannt. Bekannt ist, dass die Kosten für den Pächter aus einem fixen und einem variablen Anteil bestehen werden. Der Vertrag ist bis Ende 2031 befristet, mit der Möglichkeit einer dreijährigen Verlängerung.

Namenssponsor für Schloss möglich

Es steht fest, dass bekannte Bereiche wie die „Grotte“, die „schönen Sälen“ sowie die Innenhöfe von dem zukünftigen Pächter genutzt werden dürfen. Die ehemaligen Pferdeställe sind hingegen, wie bereits unter dem letzten Pächter, nicht Teil des Vertrages und bleiben „baubehördlich gesperrt“.

Bis der neue Pächter im Juli ins Schloss „einzieht“, müssen offenbar alle Aufbauten im Osthof abgebaut werden, wie aus einem Fragen-und-Antworten-Dokument hervorgeht. „Die Bühne sowie die Gastronomiehütten werden noch entfernt“, wurde auf Nachfrage eines Interessenten erklärt. Bei einem Lokalaugenschein am Mittwoch, den 4. März, standen diese jedoch noch an ihrem Platz. Einige „ORF Wien“-Banner sind bereits entfernt worden.

Aus dem Dokument geht auch hervor, dass die Stadt Wien keine Renovierungen oder Sanierungen für das Schloss Neugebäude plant, was sie in mehreren Antworten deutlich macht. Ein Interessent fragte, ob eine Kooperation mit einem namensgebenden Sponsor, wie es beim „Allianz Stadion“ der Fall ist, möglich sei. Die Stadt schließt dies nicht aus und verweist auf das einzureichende Nutzungskonzept.

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