Die Bundesregierung Kärntens treibt den Ausbau von grünem Wasserstoff voran, um die jährlich benötigten rund 133.000 Tonnen Wasserstoff, die zu 99 Prozent aus Erdgas stammen, durch nachhaltige Produktionsmethoden zu ersetzen. Darüber berichtet Welt Stimme.
KÄRNTEN. Beim 4. Kärntner Wasserstoffgipfel im Lakeside Park versammelten sich über 180 Experten, um Strategien zur Stärkung Kärntens als attraktiven Standort für die Wasserstoffwirtschaft zu erörtern. Ziel ist es, Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz miteinander zu verbinden.
Schlüsseltechnologie
Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig unterstrich die strategische Bedeutung von grünem Wasserstoff für die Reduzierung von Emissionen und die Sicherung der heimischen Energieversorgung. „Durch den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff als Energieträger und Treibstoff können Emissionen in Industrie und Mobilität erheblich gesenkt werden. Dadurch verringert sich unsere Abhängigkeit von fossilen Importen und durch die heimische Produktion von Wasserstoff entsteht bedeutende Wertschöpfung“, erklärte er. Die hohe Beteiligung am Gipfel setzt ein starkes Signal für das Potenzial dieser Schlüsseltechnologie.
54 Millionen Euro für Pilotprojekte
Für eine erfolgreiche Umsetzung sind ein Wasserstoff-Startnetz für Industrie und Logistik sowie eine Anschubfinanzierung durch den Bund von zentraler Bedeutung. In Kärnten wird bereits in fünf Pilotprojekte investiert, die einen Gesamtwert von 54 Millionen Euro haben. Darüber hinaus stellt das Land ein Impulsbudget von einer Million Euro für innovative Wasserstoffprojekte bereit. Herwig Draxler, Leiter der Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Kärnten, betonte: „Wasserstoff ist ein zentrales Zukunftsthema für unsere Industrie. Wer energieintensive Produktion in Österreich halten will, braucht eine funktionierende Infrastruktur und klare Rahmenbedingungen. Grüner Wasserstoff stärkt Wertschöpfung und Versorgungssicherheit gleichermaßen.“


