Start der Christbaumsaison im Burgenland: Regionale Qualität im Verkauf und soziale Verantwortung

November 26, 2025 13:28
Start der Christbaumsaison im Burgenland: Regionale Qualität im Verkauf und soziale Verantwortung

Der Verkauf von Christbäumen im Burgenland beginnt, wie bereits in den Vorjahren, am ersten Adventwochenende. Jährlich werden rund 99.750 Christbäume in den Haushalten des Bundeslandes aufgestellt und geschmückt, was bedeutet, dass in etwa drei Vierteln der rund 133.000 burgenländischen Privathaushalte heimische Tannen zu finden sind. Rein rechnerisch könnte der Bedarf vollständig durch die regionale Produktion gedeckt werden, da die heimischen Anbieter jährlich etwa 115.000 Bäume aus ihren Wäldern und Kulturen liefern. Darüber berichtet Welt Stimme.

BURGENLAND/LANGZEIL. Für die rund 35 Mitglieder des Vereins „Burgenländischer Qualitätschristbaum“ beginnt nun die wichtigste Zeit des Jahres. „Die Christbaumsaison-Eröffnung ist für uns Produzenten jedes Mal ein besonderer Moment“, erklärt Obmann Sascha Sommer, ein Christbaumproduzent aus Langzeil. Der Verein wurde vor mehr als 30 Jahren gegründet und steht für höchste Qualität sowie ökologische Bewirtschaftung. „Bis ein Baum etwa 2,5 Meter hoch ist, dauert es zwischen zehn und zwölf Jahren“, fügt Sommer hinzu. Für einen laufenden Meter muss man heuer mit Preisen zwischen 20 und 30 Euro rechnen. Rund 95 Prozent der Kulturen bestehen aus Nordmanntannen.

Heimische Kreislaufwirtschaft

Die Landespolitik hebt den Wert regionaler Ware hervor. „Christbäume sind nicht nur ein dekoratives Element, sondern ein Symbol für heimische Kreislaufwirtschaft und regionale Verantwortung“, sagte Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner bei einem Pressegespräch. „Wer seinen Baum im Burgenland kauft, vermeidet lange Transportwege, spart CO₂ und stärkt gleichzeitig die regionale Landwirtschaft.“ Zudem hat das Referat Konsumentenschutz Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass Herkunft und Preise korrekt ausgezeichnet werden.

Rot-goldene Herkunftsschleife

Auch Nikolaus Berlakovich, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland, betont die Wichtigkeit des Gütesiegels und der rot-goldenen Herkunftsschleife: „Diese stehen für beste Qualität aus der Region und umweltfreundliche Produktion.“ Im Burgenland werden von rund 50 Christbaumproduzenten, von denen 35 Mitgliedsbetriebe sind, auf etwa 290 Hektar heimische Christbäume kultiviert. 80 Prozent der Anbaufläche (240 Hektar) befinden sich auf landwirtschaftlichem Boden und 20 Prozent (50 Hektar) im Wald. Die durchschnittliche Größe eines Baumes beträgt 1,80 Meter, österreichweit liegt sie bei 1,65 Metern.

Klimawandel ist Herausforderung

Das vergangene Wetter hat jedoch Auswirkungen auf die Kulturen gehabt. „Frost und zweimal Hagel haben den Beständen zugesetzt“, berichtet Sommer. Auch die Auswirkungen des Klimawandels sind spürbar: „Es wachsen heute Bäume an Standorten, wo früher keine gewachsen sind – das kann auch Vorteile bringen.“

Spende an Caritas Lerncafé

Viele Betriebe verbinden den Christbaumverkauf mit regionalen Spezialitäten, Punsch oder Glühwein, was den Einkauf für viele Familien zu einem traditionellen Teil der Adventszeit macht. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist zudem das soziale Engagement: Jedes Jahr wird ein Christbaum an eine Einrichtung im Burgenland gespendet. In diesem Jahr geht die Spende an das Caritas Lerncafé in Güssing, das rund 26 Kinder aus verschiedenen Nationen betreut. „Wir wünschen den Kindern und Jugendlichen viel Freude damit“, so Sommer.

Wie erkenne ich einen frischen Christbaum?

Mit mehreren Tests kann die Frische eines Christbaumes überprüft werden:

  • Schütteltest: Den Baum kräftig schütteln – Ein frischer Baum verliert keine Nadeln.
  • Kratztest: Ein Stück Rinde abkratzen – Das Holz darunter sollte noch feucht sein.
  • Streichtest: Von innen nach außen über die Nadeln streichen – Es sollten keine Nadeln fallen.

Auf der Website www.weihnachtsbaum.at kann man nach einem burgenländischen Christbaumproduzenten in der unmittelbaren Nähe suchen.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Weingut Esterházy erhält Red Dot Design Award für neue Etikettenserie in Eisenstadt
Vorheriger artikel

Weingut Esterházy erhält Red Dot Design Award für neue Etikettenserie in Eisenstadt

Julian Aichner aus Navis erhält Auszeichnung als Lehrling des Monats in Matrei
Nächster artikel

Julian Aichner aus Navis erhält Auszeichnung als Lehrling des Monats in Matrei

Nicht verpassen