Neuer Fördercall für 2026: 955 Haushalte im Bezirk Tulln sind 2024 auf alternative Heizsysteme umgestiegen. Jetzt warten neue Förderungen.
Der Bezirk Tulln hat klare Prioritäten beim Heizen gesetzt. Klimafreundliche Alternativen, die auch die Haushaltskasse entlasten, stehen hoch im Kurs. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 242 Ölkessel und 713 Gasthermen durch alternative Heizsysteme ersetzt. Dies führt nicht nur zu mehr Unabhängigkeit, sondern fördert auch die regionale Wertschöpfung. Darüber berichtet Welt Stimme.
Neue Chance nutzen
In Niederösterreich stiegen 2024 mehr als 15.700 Haushalte auf alternative Heizsysteme um. Im Rahmen der Sanierungsoffensive 2026 stehen nun neue Fördermittel bereit, die ab sofort beantragt werden können. Anträge werden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ entgegengenommen.
Heizung, Stromspeicher & PV
„Die vielen Energiepioniere im Land haben dafür gesorgt, dass Niederösterreich das erste Bundesland ist, in dem es mehr Pellets- als Ölheizungen gibt“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf stolz. Mit dieser Entwicklung wird nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Die Energieberatung Niederösterreich unterstützt Privathaushalte und Betriebe in dieser Transition. „Jeder, der Fragen zu Heizungstausch, Gebäudesanierung, Förderung, Photovoltaik oder Stromspeichern hat, kann sich kostenlos an unsere Experten wenden“, lädt e-Nu Geschäftsführer Herbert Greisberger ein.
Vorbild Fels am Wagram
In Niederösterreich sprechen auch die Gemeinden eine klare Sprache: „Raus aus Öl und Gas“. Über 130 Kommunen haben bereits Partnervereinbarungen getroffen, darunter fünf im Bezirk Tulln, wie Fels am Wagram, Grafenwörth, Kirchberg am Wagram, Tulln und Zwentendorf. Die Marktgemeinde Fels am Wagram hat in den letzten zehn Jahren ihren Gasverbrauch in allen Gemeindegebäuden um 97 Prozent reduziert und setzt auf eine eigene Ökoförderung für Privatpersonen.
Seit 2020 erhalten Bürger eine Unterstützung von 500 Euro zusätzlich zu den bestehenden Bundes- und Landesförderungen, wenn sie ihre Heizsysteme von Öl und Gas auf nachhaltigere Optionen umstellen. „In den Jahren 2024 und 2025 wurden bereits jeweils 15 Heizungstausche von der Gemeinde gefördert. Das Interesse der Bürger hat sich jedoch zunehmend auf PV-Anlagen und Stromspeicher verlagert“, so Amtsleiter Christian Braun.
Die Gemeinde Fels am Wagram hat in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen für ihre Maßnahmen im Energie- und Umweltbereich erhalten. Dazu zählen unter anderem 18 PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden und die Einrichtung von Elektrotankstellen.
ZUR SACHE:
Jetzt beantragen! Wer im kommenden Jahr eine Heizungserneuerung oder Gebäudesanierung plant, kann von erheblichen Förderungen profitieren: Der Bund stellt bis 2030 jährlich 360 Millionen Euro zur Verfügung. Bis zu 30 Prozent der Investitionskosten werden übernommen. Alle Infos: www.enu.at


