Freiheitliche Jugend weist Vorwürfe zurück
Die Freiheitliche Jugend (FJ) hat am Mittwoch auf einen Bericht des „Standard“ reagiert, der Geldflüsse an die rechtsextremen Identitären thematisiert. Die Organisation bestritt die Vorwürfe und kritisierte Kanzleramtsministerin Claudia Bauer (ÖVP), die eine Prüfung der Bundesjugendförderung für die FPÖ-Jugendorganisation angekündigt hatte.
FJ-Obmann Maximilian Weinzierl warf Bauer vor, Jugendvereine der Regierungsparteien zu schützen und die Opposition zu verfolgen. Der Bericht des „Standard“ nennt Verzahnungen zwischen der FJ und der studentischen Identitären-Tarngruppe „Aktion 451“. Bauer erklärte, dass Kernfragen zur Bundesjugendförderung und möglichem Fördermissbrauch geklärt werden müssten.
Weinzierl, auch Abgeordneter der FPÖ im Nationalrat, bezeichnete den Bericht als „Fake-Kampagne“ und führte aus, dass die FJ jegliche finanzielle Unterstützung an die Aktion 451 ausschließe. Gleichzeitig kritisierte er, dass die Ministerin bei Vorfällen in Jugendvereinen der Regierungsparteien weggesehen habe, insbesondere bei ÖVP- und SPÖ-Jugendorganisationen.
Die FPÖ-Bundespartei äußerte, dass das Vorgehen von Bauer politisch motiviert sei und forderte eine einheitliche Prüfung von Fördermitteln für alle Jugendorganisationen. Parallel dazu äußerten andere Parlamentsparteien scharfe Kritik an der FPÖ und ihrer Jugendorganisation. ÖVP-Generalsekretär Markus Gstöttner forderte die FPÖ auf, sich den Vorwürfen zu stellen.
Einordnung
Die Vorwürfe gegen die Freiheitliche Jugend führen zu einer intensiven Diskussion über rechtsextreme Strömungen innerhalb von Jugendorganisationen in Österreich. Die Reaktionen der politischen Akteure verdeutlichen die Brisanz des Themas und lassen auf eine mögliche Verschärfung der Kontrollen von Fördermitteln schließen.


