Kopftuchverbot und Deutschförderung treten im neuen Schuljahr in Kraft

August 26, 2026 14:43
Kopftuchverbot und Deutschförderung treten im neuen Schuljahr in Kraft

Neues Schuljahr in Österreich: Wichtige Änderungen für Schulen und Schüler

Das neue Schuljahr in Österreich beginnt am 7. September in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland und bringt zahlreiche Änderungen mit sich.

Ab diesem Herbst tritt ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren an öffentlichen und privaten Schulen in Kraft. Ausnahmen gelten nur für Schulveranstaltungen und im häuslichen Unterricht. Bei Verstößen gegen das Verbot sind bis zu 800 Euro Geldstrafen möglich. Das Thema hat im Vorfeld intensive Diskussionen ausgelöst, da eine ähnliche Regelung 2020 vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben wurde.

Ebenfalls neu ist die Verpflichtung zur Begleitung suspendierter Schülerinnen und Schüler. Ab einer Suspendierungsdauer von vier Tagen müssen speziell für diese Kinder Förderpläne erstellt werden, die sowohl psychosoziale Maßnahmen als auch Unterricht umfassen. Ziel ist es, die Rückkehr in die Regelklassen zu erleichtern und zu verhindern, dass die Schüler während der Suspendierung unbetreut sind.

Darüber hinaus wird an rund der Hälfte der Pflichtschulen ab diesem Schuljahr ein schulautonomes Modell zur Deutschförderung eingeführt, das den bisherigen Zuteilungstest MIKA-D ersetzt. Schulen können nun selbst entscheiden, wie sie Schüler mit außerordentlichen Deutschkenntnissen unterstützen. Diese Flexibilität geht einher mit einer erhöhten Verantwortung für bessere Ergebnisse.

Zusätzlich erhalten 400 Schulen, die besonders viele Kinder mit Förderbedarf haben, zusätzliche Ressourcen in Form von Unterstützungspersonal. Das Ziel ist, den Schülern individuelle Hilfe zu bieten, um Schulabbruchrisiken frühzeitig zu erkennen und zu mindern.

Einordnung

Die Änderungen im Schuljahr 2023/24 zielen auf eine Verbesserung der Bildungsbedingungen und eine stärkere Unterstützung für Schüler in schwierigen Lagen ab. Das Kopftuchverbot und die neuen regellichen Maßnahmen zur Begleitung von suspendierten Schülern sind unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit von besonderer Relevanz. Diese Maßnahmen können langfristige Auswirkungen auf die Integration und das soziale Miteinander an Schulen haben.

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